Ausführliche Erklärung
Ein Notgroschen ist Geld, das gezielt für unerwartete finanzielle Schocks zurückgelegt wird - Jobverlust, medizinische Notfälle, Autoreparaturen oder Instandhaltung am Haus. Er wirkt als finanzieller Puffer, der verhindert, dass Sie sich verschulden, wenn das Leben dazwischenkommt.
Wie viel zurücklegen
Startfonds: 1.000 $ decken kleinere Notfälle ab, während Schulden getilgt werden.
Basisfonds: 3 Monatsausgaben für Menschen mit stabilem Einkommen und geringem Risiko.
Standardfonds: 6 Monatsausgaben für die meisten Haushalte.
Erweiterter Fonds: 9-12 Monate für Alleinverdiener-Haushalte, Selbstständige oder unbeständige Branchen.
Was zu den essenziellen Ausgaben zählt
- Wohnen (Miete/Hypothek, Nebenkosten)
- Lebensmittel (Einkäufe, keine Restaurantbesuche)
- Mobilität (Autorate, Kraftstoff, Versicherung)
- Versicherungsprämien
- Mindestraten für Schulden
- Grundbedürfnisse
Wo aufbewahren
Tagesgeldkonto mit guter Verzinsung: Bietet Verfügbarkeit mit der Chance auf moderate Zinsen.
Geldmarktkonto: Ähnlich wie Sparkonten, mit zusätzlichen Zahlungsmöglichkeiten.
Keine Investments: Notgroschen werden wegen des schnellen Zugriffsbedarfs üblicherweise auf stabilen, liquiden Konten gehalten - nicht in Aktien oder schwankungsanfälligen Anlagen.
Was als Notfall gilt
- Jobverlust oder Einkommensrückgang
- Medizinische Ausgaben
- Notwendige Auto- oder Hausreparaturen
- Unerwartete Reisen wegen familiärer Notfälle
- Versicherungs-Selbstbehalte
Was KEIN Notfall ist
- Geplante Ausgaben, die Sie zu budgetieren vergaßen
- Wünsche im Gewand von Bedürfnissen
- Angebote, die „zu gut zum Verpassen” sind
- Regelmäßige Wartungskosten
Beispiele
Berechnung des Notgroschens
- Monatliche essenzielle Ausgaben: 3.500 $
- Ziel: 6 Monate
- Zielbetrag: 3.500 $ × 6 = 21.000 $
Aufbau-Zeitplan
- Start bei 0 $
- Monatlicher Beitrag: 500 $
- Zeit bis 21.000 $: 42 Monate (3,5 Jahre)
- Zeit bis zum Startfonds von 1.000 $: 2 Monate
Warum es wichtig ist
Ein Notgroschen kann in der Finanzplanung eine wichtige Rolle spielen:
-
Verhindert die Schuldenspirale: Ohne Reserven landen Notfälle auf hochverzinsten Kreditkarten.
-
Reduziert Stress: Zu wissen, dass Sie Überraschungen bewältigen können, gibt Seelenruhe.
-
Schützt Investments: Sie müssen keine Anlagen zu schlechten Zeitpunkten verkaufen, um Notfälle zu decken.
-
Ermöglicht Risikobereitschaft: Jobwechsel, Neuorientierung oder Selbstständigkeit werden möglich.
-
Durchbricht das Leben von Gehalt zu Gehalt: Schafft Luft in Ihren Finanzen.
Viele Finanzplaner empfehlen, den Notgroschen früh im Planungsprozess aufzubauen, da Reserven Flexibilität bei der Verfolgung weiterer finanzieller Ziele geben können.